Rezension: Am Anfang war der Frost von Delphine Bertholon

                                            Am Anfang war der Frost von Delphine Bertholon




Hardcover 320 Seiten, Limes Verlag
ISBN: 978-3809026273
Preis: 19,99 € 















Kurzbeschreibung:

1981. Grâce Bataille führt in ihrem malerischen Familienhaus in der französischen Provinz ein Leben wie aus dem Bilderbuch – mit zwei wunderbaren Kindern und einem Mann, den sie abgöttisch liebt. Doch die Fassade bröckelt, als eines Tages ein neues Au-Pair-Mädchen bei ihnen anfängt.

2010. Nathan kehrt nach Hause zurück, um wie immer mit Mutter und Schwester Weihnachten zu feiern. Doch dieses Jahr ist alles anders … Sein Vater, der dreißig Jahre zuvor wortlos verschwand, taucht wieder auf. Und plötzlich geschehen seltsame Dinge im einst idyllischen Haus …


Autor:

Delphine Bertholon, geboren 1973, arbeitet als Drehbuchautorin in Paris. Nach zwei Romanen, die in der französischen Presse hochgelobt wurden, gelang ihr mit Am Anfang war der Frost der internationale Durchbruch.

Meine Meinung:

Am Anfang war der Frost hab ich über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank das ich dieses Buch lesen konnte.

Das Cover finde ich hier wunderschön gestaltet. Es zeigt Eisblumen, kahle Zweige, ein einzeln stehender Baum sowie eine einzelne Person. Die Farben sind gut gewählt und erzeugen auch ebenfalls etwas frostiges. So ein richtig typischer kalter Wintertag.

Die Geschichte wird in mehrere Zeiten erzählt. Die ersten Seiten fangen mit einem Brief an dem Geliebten an und sind unterzeichnet mit C. Doch wer ist C. und wer ist der Geliebte? Es geht weiter mit einem Tagebucheintrag. Schnell merkt man jedoch das die Personen von Brief und Tagebuch nicht die gleichen sind. Beide Schriftstücke können nicht unterschiedlicher sein. Der Brief voll Liebe, sind die Tagebucheinträge verbittert und alles andere als liebevoll.

Die Tagebucheinträge geben uns den Rückblick von Grâce aus den 80er Jahren. Die heutige Zeit wird aus der Sicht von Nathan, ihrem Sohn, erzählt.

Es ist das Jahr 2010 und wie jedes Weihnachten fährt Nathan mit seinen Zwillingen zu seiner Mutter. Seine Schwester Lise ist ebenfalls Weihnachten immer da. Doch als er das Haus betritt, merkt Nathan bereits das dieses Weihnachten nicht so sein wird wie die vergangenen. Es steht kein großer Baum in der gewohnten Ecke, seine Mutter werkelt nicht wie gewohnt in der Küche. Somit schwirren auch keine weihnachtlichen Düfte durch das Haus.

Nathans Erzählweise gleicht einen Bericht an seine Frau, die bei der Geburt der Zwillinge verstarb. Immer wieder berichtet er ihr was passiert ist und wie es ihm geht und wie sie die Sicht der Dinge gesehen hätte.

Zum Ende hin finden alle Stränge zusammen – die Briefe, die Tagebucheinträge und die Erzählungen von Nathan. Auch die Auflösung wer C ist und was genau geschehen ist wird aufgeklärt. Auch warum der Vater nach 30 Jahren wieder plötzlich seine Kinder sehen will wird versucht zu erklären.

Mit Am Anfang war der Frost bin ich nie 100% warm geworden. Ab der Mitte hin hat mich die Geschichte etwas mehr in den Bann gezogen. Vermutlich hätte man hier sicher auch noch mehr draus machen können. Ab und an fehlte mir etwas die Spannung, die für mich erst später kam. Dennoch ließ sich das Buch gut lesen. Mit dem Ende hatte ich so nicht gerechnet. Es wurden jedoch alle offenen Fragen geklärt.

Aufgrund des schönen Covers und der Geschichte die ganz ok war bekommt das Buch dennoch

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