Rezension: Hirngespenster von Ivonne Keller

                                          Hirngespenster von Ivonne Keller




Taschenbuch 416 Seiten, Knaur TB
ISBN: 978-3426515495
Preis: € 8,99
auch als E-Book erhältlich















Kurzbeschreibung:

Ein Psychodrama so intensiv wie verstörend, so spannend wie gefühlsgeladen

Als Silvie nach einem Unfall erwacht, ist die einst so lebenslustige Frau gefangen in ihrem eigenen Körper. Ihre Schwester Anna, die seit Jahren kurz vor einem Zusammenbruch stand, scheint verschwunden – und die Frau, die sie so liebevoll pflegt, hat Silvie über Jahre als gefährliche Rivalin gesehen.


Autor:

Seit ihrer Kindheit liebt Ivonne Keller das Spiel mit der Sprache. Aufgewachsen in einem hessischen Dorf, begeisterte sie sich bereits in der Schule für englischsprachige Literatur und lernte später während eines Auslandsstudiums im andalusischen Granada Spanisch. Die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, führte sie neben ihrer früheren Tätigkeit als Personalerin zum Schreiben. Dabei interessiert es sie besonders, was mit Menschen passiert, die kurz davor sind, auszuflippen. Wenn das Leben so anstrengend wird, dass die Fassade bröckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt. Meist sind Frauen ihre Hauptfiguren - so wie in ihrem ersten Roman »Hirngespenster«. Sie lebt mit ihrem Mann, drei Söhnen und einer bunten Katze in der Nähe von Frankfurt am Main.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist spannend und dramatisch zugleich. Sieht man das Cover, geht man nicht davon aus. Auch denkt man, das im Titel ein Schreibfehler vorliegt. Heißt es normal nicht Hirngespinster? Aber hier sei gesagt das der Titel richtig ist.

Hirngespenster beginnt mit dem Rückblick in die Vergangenheit der beiden Schwestern Silvie und Anna, welche nicht unterschiedlicher sein können. Mit bereits jungen Jahren erkrankt Anna an Leukämie und ihre Eltern kümmern sich rührend um sie. Silvie tritt damit in den Hintergrund und wird eher von den Eltern vernachlässigt.

Silvie kommt irgendwann mit ihrer Jugendliebe Johannes zusammen, der wiederum noch eine Jugendliebe in Amerika hat. Dieser trauert er, trotz Beziehung zu Silvie, weiterhin nach.

Viel mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht sagen, denn jedes weitere Wort wäre zu viel. Das Buch wurde aus mehreren Sichtweisen geschrieben. Verfolgen wir mit einen Kapitel Silvie ihre Gedanken und Taten, lesen wir im nächsten Kapitel die Sichtweise von Anna. Und dann gibt es immer noch die kursivgeschriebenen Textzeilen.

Mit diesen Zeilen tat sich bei mir ein Rätsel auf und das zog sich durch das ganze Buch. Von den ersten Seiten in den Bann gezogen konnte ich das Buch, wenn ich es denn in der Hand hatte, nicht mehr weglegen. Ich wollte wissen was das Leben mit Silvie und Anna gemacht hat und wie sie alles gemeistert haben. Ich wollte auch wissen, was der Klappentext zu bedeuten hatte. Dazu muss ich sagen, dass dieser gut gewählt wurde.

Mit der Auflösung der Geschichte um Anna und Silvie habe ich so nicht gerechnet. Aber ich fand das Ende gelungen.

Auch der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen.

Hirngespenster kann ich jedem ans Herz legen der auf Drama und Spannung gleichzeitig steht.

5 von 5 Sterne

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