Rezension: Unruhe von Jesper Stein


Unruhe: Der erste Fall für Kommissar Steen
erschienen 2013 im KiWi-Taschenbuchverlag, 480 Seiten



Kurzbeschreibung

»Ein Debüt, das in die oberste Krimi-Liga gehört.« Lokalavisen

Axel Steen, Ermittler im Kopenhagener Morddezernat, wird von einer inneren Unruhe getrieben. Die panische Angst, sein Herz könne plötzlich aufhören zu schlagen, hält ihn Nacht für Nacht wach. Von der Fensterbank seiner Altbauwohnung blickt er über die Straßen von Nørrebro, dem Künstler-, Drogen- und Rotlichtviertel Kopenhagens. Als während der Unruhen um die Zwangsräumung und den Abriss des Jugendzentrums eine Leiche gefunden wird, fällt der Verdacht zunächst auf die Einsatzkräfte der Polizei. Denn die »grüne Lunge« des Viertels war während des Räumungseinsatzes von den Ordnungskräften abgeriegelt worden. Hat die Polizei einen der jungen Leute aus dem Jugendzentrum einfach kaltgemacht? Steen gerät unter Druck. Bald jagt er nicht nur einen Mörder durch das von Rauchbomben vernebelte Nørrebro, sondern muss selbst um sein Leben kämpfen. Offenbar ist der Fall für einen von ständiger Todesangst geplagten Ermittler der Mordkommission eine Nummer zu groß …


Über den Autor

Jesper Stein ist Journalist und arbeitete als Kriminalreporter in Kopenhagen. 2008 erschien sein Bestseller über Bent Isager-Nielsen, den Leiter der Sektion 1, dem dänischen Pendant zum FBI. Das Buch erklärt u.a., warum Dänemark die weltweit höchste Aufklärungsrate bei Mordfällen aufweisen kann. Jesper Stein lebt seit 1992 in Nørrebro, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Unruhe ist sein Debüt als Krimiautor.


Meine Meinung

Der Krimi Unruhe spielt sich in Dänemark, genauer gesagt in Kopenhagen, ab. Der Ermittler Axel Steen ist hier der Protagonist. Immer wieder liest man, das Axel Angst davor hat, das plötzlich sein Herz aufhört zu schlagen oder er einen Herzinfarkt erleidet. Ziemlich oft ließ er ein EKG über sich ergehen. Getrennt lebend von seiner Frau kümmert er sich tageweise um seine Tochter.

Axel Steen scheint nicht einfach zu sein. Er ermittelt eigenständig und riskiert so manches mal seinen Rausschmiss. Im Laufe des Buches wird er immer mehr vom Fall abgezogen. Um was es genau geht, beschreibt die Inhaltsangabe recht gut.

Ich hatte auf den ersten Seiten Probleme ins Buch zu kommen. Der Schreibstil war anfangs ungewohnt und der Protagonist Axel Steen gefiel mir nicht sonderlich. Mit der Zeit ließ sich für mich das Buch flüssiger lesen und ab der Hälfte fand ich es zunehmend interessanter. Bis zur letzten Seiten konnte ich mich mit der direkten Art von Axel Steen nicht anfreunden.

Da es sich hier um den ersten Fall des Kommissar handelt, folgen sicher noch weitere Bände über Axel Steen.

Dem Buch vergebe ich 3,5 Sterne. Nach Startproblemen ließ es sich recht gut lesen.




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